Vom Süden in den Norden

"Auf den Spuren der Ahnen"

18.05.2020

Die letzten Tage haben wir mit intensiven Vorbereitungen verbracht. Letzte Besorgungen machen und vor allem intensives Pferdetraining. Es galt, Freya mit dem Klappernden Packsattel vertraut zu machen und Finja auf ihre neue Aufgabe als gut handelbares Wanderpony vor zu bereiten.
Ein paar anstrengende Tage liegen hinter uns.
Doch heute soll es endlich losgehen!

Der Tag beginnt wie jeder andere. Peer geht nach fünf Monaten, sieben Tage die Woche jeden Tag Offenställe Misten, ein letztes Mal dieser Aufgabe nach, während Elena hibbelig und mit den Gedanken ganz wo anders am Laptop einer Live Vorlesung für ihr Studium beiwohnt. Danach legen wir uns kräftig ins Zeug, so schnell wie möglich unsere Koppel ab zu bauen, die Ställe unserer Pferde leer zu räumen und unseren Wohncontainer besenrein für die Schlüsselübergabe zu bekommen.

Als wir die Pferde dann endlich satteln und beladen steht die Sonne schon tief am Himmel. Weit kommen wir nicht an diesem Tag, doch das ist nicht schlimm. Wir sind froh endlich unterwegs zu sein, der Stress der letzten Tage fällt mehr und mehr von uns ab, mit jedem Schritt, den wir uns vom Hof entfernen. Wir saugen die Eindrücke der uns so vertrauten Wege in uns auf. Womöglich zum letzten Mal für eine sehr lange Zeit.

Das Nachtlager schlagen wir auf einer Wiese nahe einer Quelle auf, die wir von unseren Ausritten gut kennen.

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Bilder

Wir schlafen heute Nacht auf dem Boden unter freiem Himmel, doch viel Ruhe finden wir nicht. Denn die Pferde haben wir an lange Seile gebunden. Sie haben zwar reichlich saftiges Gras zu essen, doch wir sind ständig auf der Hut, aus Angst, die Pferde könnten sich nachts in ihren Seilen verfangen und in Panik geraten.

Mit dem Taschenmesser unterm Kissen, um notfalls das Seil zu kappen, schrecke wir in der Nacht mehrfach auf.
Freya hat sich um einen Baum gewickelt und kommt nicht mehr ans Gras. Sie beschwert sich...
Finja hat sich mit dem Hinterbein im Seil verfangen und gerät in Panik...
Finja ist plötzlich weg, der Panikhaken hat sich gelöst, weit ist sie aber nicht gekommen, das Gras ist doch zu köstlich...
Freya genießt ihre Freiheit, der Knoten ihres Seiles hat sich gelöst und probiert mal das Gras auf der Nachbarwiese...

Wir haben die Nacht hinter uns gebracht. Geschlafen haben wir kaum aber die Ponys sind wohlauf und wir voller Wanderlust. Doch wir haben daraus gelernt, in Zukunft läuft das anders mit den Pferden in der Nacht.

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11.04.2021 © 2018-2021 by clickmich.work
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Peer Heerlein