Vom Süden in den Norden

"Auf den Spuren der Ahnen"

30.10.2020

Autor: Elena + Peer

Hallo ihr Lieben, da unser Post letztens so unglaublich viel Aufmerksamkeit bekommen hat und sooo viele Menschen helfen wollen und Interesse an unserer Reise haben, kommt hier wieder ein Bericht für euch:

Seit fünf Monaten sind wir mittlerweile unterwegs. Gestartet in Hessen: Peer mit seinem Pony „Freya“ und seinem Hund „Luna“ und ich damals noch mit dem Geliehenen Norweger Pony „Finni“. Ich habe mir im Juli unterwegs mein erstes eigenes Pferd „Malika“ -roh- gekauft (die Scheckstute, die auch auf den aktuelleren Bildern zu sehen ist). Die ersten Wochen draußen waren ganz schön aufregend.
Für uns beide und haben mich ordentlich Nerven gekostet. Doch mittlerweile sind wir zu einem ganz guten Team herangewachsen und Malika ist ein richtig mutiges und trittsicheres Wanderpony geworden, auf das man sich in allen Situationen verlassen kann! Außerdem kam in Tschechien die damals acht Monate alte Hündin Ronja dazu. Eine Mischung aus Husky und Tschechischem Wolfshund -der Hund von dem Peer seit langem geträumt hat. Sie wurde Peer überlassen von einem Mann, der nicht so gut mit ihr klar kam. Unterwegs mit uns hat sie die Action bekommen, die so ein junger Hund braucht und ist mittlerweile zu einer mutigen, starken Hundedame herangereift.

Der Post letztens entstand, nachdem wir Tage lang im Regen unterwegs waren. Sämtliche Klamotten waren mittlerweile durchweicht, es war ganz schön kalt und wir hatten uns im Elbsandsteingebirge verfranzt. Hatten das Gelände unterschätzt und unsere Ponys haben bei miesem Wetter Höchstleistungen erbracht: sind steile Hänge hoch und runter geklettert, Wege mit Treppen, eine schmale Straße mit Bimmelbahn auf der einen-,regen Verkehr auf der anderen Seite. Sie haben Kälte und Nässe getrotzt genau wie wir auch. Man kann sich vorstellen: die Stimmung war am Boden.
So saßen wir im Wald und quatschten mit vorbeikommenden Wanderern, die uns nach einer Weile plaudern tatsächlich den Winterplatz unserer Träume anboten: Arbeit, Offenstall, Wohnung, Meer und vor allem: ein Warmer Kamin! Doch das ganze 700 km weit weg. -Dank eurer Hilfe werden wir das sicherlich schaffen.
Da keimte neue Hoffnung auf und dann wurde langsam alles wieder besser. Das Wetter wurde schöner, wir starteten den Rückzug aus der sächsischen Schweiz (die unfassbar schön ist, aber nicht gerade eine Ponygegend). Auf dem Weg zurück zur Elbe genossen wir die wunderschöne Kulisse und Kamen durch ein entlegenes Dorf mit einem wunderschönen alten Fabrikgelände. Die Menschen, die dabei sind, der „Kohlmühle“ neues Leben ein zu hauchen, verwöhnten unsere Ponys mit Leckerlis und versorgen uns mit einer todsicheren Wegbeschreibung. Am nächsten Tag- an der Elbe angelangt- passte ich auf die Ponys auf, während Peer mit der Fähre übersetzte, um dort die vorerst letzte Einkaufsmöglichkeit zu nutzen. Während er weg war nahm Sahara über Facebook Kontakt zu mir auf, die zufällig hier wohnt. Wir hatten kaum unser mittägliches Picknick gestartet, da tauchte sie auch schon auf- die erste die wir treffen, die auch so verrückt ist wie wir. Sie war ein halbes Jahr mit ihrem Pferd und ihrer Ziege unterwegs. Wir verstehen uns auf Anhieb prima, es ist schön, mal Gleichgesinnte zu treffen!

Kurzerhand beschließt sie, uns mit Alisha (ihrer Ziege) bis Pirna zu begleiten. Als wir auf dem Hof ihrer Bekannten ankommen sind, ist es lange dunkel, aber wir hatten so viel Spaß unterwegs, dass das überhaupt nicht schlimm ist. Wir legen einen Tag Pause ein und gehen mit Sara und ihrem Freund in die Sauna, während die Ponys sich auf der Weide erholen dürfen.

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Bilder







©2020 Bilder Peer Heerlein


30.10.2020

Die nächste Etappe soll durch Dresden führen. Kurz davor beschließen wir, mangels guter Laune damit noch einen Tag zu warten. Denn wenn wir nicht gut drauf sind, spiegeln das auch die Pferde und das kann in der Stadt gefährlich werden. Also geht es erst am Tag drauf durch Dresden. Es ist viel entspannter als erwartet. An den Elbwiesen entlang, bleiben uns große Straßen und allzu viel Trubel erspart. Stadtdurchquerungen sind selten so einfach mit Pferd. Dieses Mal bringen uns zwei liebe Menschen, die uns erkannt haben, heißen Tee vorbei, der kommt wie gerufen und wärmt uns Bäuche uns Seelen.
Am Abend erwartet uns Claudia, die unsere Ponys in ihrem hübschen kleinen Selbstversorgerstall unterbringt. Wir bekommen die gemütliche Gartenhütte vor der wir abends alle gemeinsamen Grillen. Das ist mit das schönste am unterwegs sein: man lernt ständig neue Leute kennen und ihr könnt mir glauben: es gibt sooo viele gute, lustige, freundliche Menschen!

Hier fühlen wir uns alle sechs so wohl wie lange nicht! Heute Morgen als wir die Pferde zum beladen holen wollten liegen beide flach und tiefenentspannt auf der Weide, so dass wir den Abmarsch verschieben müssen. Nach dem Einkaufen sind die Ponys dann wieder auferstanden und ein weiterer Tag auf und neben dem Deich entlang der Elbe beginnt. Vorbei an Weiden, Wiesen, Dörfern, und Menschen mit großen Augen, die sagen: „Ich möchte auch meinen Traum leben!“ und unsere Botschaft, die wir durchs ganze Land tragen möchten, lautet: Traut euch! Seid mutig, seid stark, geht eure persönlichen Projekte an und tut was ihr liebt, das ist das einzig richtige!

In diesem Sinne Alles Liebe, Elena, Peer, Freya, Malika, Luna und Ronja





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Peer Heerlein